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IGNAZ-LIEBEN-PREIS
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Im November 2004 wurde erstmals wieder der Ignaz-Lieben-Preis durch die Österreichische
Akademie der Wissenschaften verliehen. Ursprünglich 1862 durch Adolf Lieben gestiftet,
wurden 1937 zum letzten Mal österreichische Wissenschafter mit diesem Preis ausgezeichnet.
Von jenen zwei Mitgliedern der Familie Lieben, die damals die Gelder für den Preis zur
Verfügung stellten, wurde einer in einem Konzentrationslager ermordet, der andere konnte
emigrieren. Die Neubegründung im Jahre 2004 dieses ehemals bedeutenden österreichischen
Wissenschaftspreises ist der großzügigen Stiftung von Dr. Alfred Bader zu verdanken, wobei
auf Wunsch des Stifters sich Wissenschafter aus allen Ländern, die einst zur Donaumonarchie
gehörten, für den Ignaz Lieben-Preis bewerben können.
Gleichzeitig mit der Preisvergabe werden regelmäßig wissenschaftliche Veranstaltungen abgehalten, die sich Themen der Wissenschaftsgeschichte widmen. Ein wesentliches Merkmal dieser Veranstaltungen soll die enge Zusammenarbeit der Naturwissenschaften mit der Geschichtswissenschaft sein.
Um diesem selbst gestellten Auftrag gerecht werden zu können und um für den Wunsch, insbesondere die Wissenschaftsgeschichte in der Habsburgermonarchie und ihren Nachfolgestaaten zu pflegen, eine dauerhafte Grundlage zu schaffen, wurde im Mai 2006 in Wien die »Ignaz Lieben-Gesellschaft – Verein zur Förderung der Wissenschaftsgeschichte« (ILG) gegründet. Im Vorstand sind folgende Personen vertreten:
Präsident: Univ.Prof. Dr. Johannes Fröhlich
1. Vizepräsident: Univ.Prof. Dr. Mitchell Ash
2. Vizepräsident: Dr. Robert Rosner
Schriftführer: Dr. Hans Desser
Stellvertreterin: Dr. Juliane Mikoletzky
Kassier: Univ.Doz. Dr. Rudolf Werner Soukup
Stellvertreterin: Dr. Petra Svatek
Ziele der Ignaz-Lieben-Gesellschaft sind die umfassende Förderung und Dokumentation der Geschichte der Naturwissenschaften. Der geographische Schwerpunkt liegt dabei in Österreich und den angrenzenden Ländern der ehemaligen Donaumonarchie. Herausgearbeitet werden soll die gegenseitige Durchdringung von Wissenschaft, Gesellschaft, Politik und Kultur.
Zur Verwirklichung dieser Ziele veranstaltet die ILG Workshops und Tagungen und bemüht sich um die Pflege enger Kontakte mit WissenschaftshistorikerInnen aus den Nachbarländern. Durch diese Tagungen und auch durch andere Veranstaltungen sollen die Teilnehmer die Möglichkeit erhalten, sich mit den gesellschaftlichen Zusammenhängen auseinander zu setzen, die für Entwicklung der Naturwissenschaften prägend waren. Wir glauben, dass das für erfahrene WissenschaftlerInnen, die sich mit Themen außerhalb ihres engen Fachgebietes beschäftigen, ebenso von Interesse ist, wie für junge Menschen, die eine wissenschaftliche Berufslaufbahn ergreifen wollen.
Als Mitglieder sind alle Personen willkommen, die sich für die Förderung der von der Gesellschaft vertretenen Ziele einsetzen möchten. Mitglieder können an den regelmäßigen Zusammenkünften der Gesellschaft, dem »Open Forum der ILG« und an den wissenschaftlichen Veranstaltungen der Gesellschaft teilnehmen. Sie erhalten Mitteilungen über Symposien, Tagungen und andere Veranstaltungen zu den genannten Themen. Sie können aber auch eigene Projekte zur Fächer übergreifenden Erforschung von Fragestellungen der Geschichte der Natur- und Geisteswissenschaften einbringen.
Der Mitgliedsbeitrag beträgt
Wenn Sie Mitglied der Ignaz Lieben Gesellschaft werden wollen, wenden Sie sich an den
Schriftführer der Gesellschaft:
Dr. Hans Desser ()
oder füllen Sie den entsprechenden Abschnitt in unserem
Informationsfolder
aus und senden ihn an:
Ignaz Lieben-Gesellschaft
c/o Dekanat der Fakultät für Technische Chemie
Technische Universität Wien
Dekanatszentrum "Karlsplatz 2"
Karlsplatz 13
A-1040 Wien
ZVR-Zahl: 036 735 079
| ILG/Programm | Ignaz-Lieben-Symposium 2011, 11. – 12. November 2011 |
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Webredaktion: Institut für Angewandte Synthesechemie, TU Wien, Getreidemarkt 9, 1060 Wien - Walter Dazinger
Letzte Änderung: 2011-10-25